“Mehr als zeitgenössisch ist seine Gitarre aufrichtig.”

Die Natur, die Stadt, das Licht und die Menschen bieten Jesús Gutiérrez tiefe klangvolle Inspirationen die er sowohl aus ihren physischen als auch aus ihrer inneren Dynamik entnimmt. Er komponiert so aus seiner Beobachtung und dem Zuhören der Klänge der Bewegungen.

Jesús Gutiérrez unterscheidet sich vom Modell des klassischen Konzertspielers. Als Solist bietet er ein einzigartiges Werk und weiβ sich gut mit seinem Publikum zu kommunizieren. Seine Bühnenpräsenz und die Art sich mit seiner Gitarre auszudrücken, werfen ein klares Licht auf seine freie und viszerale Persönlichkeit ab.

Ein weiterer und wichtiger Bestanteil seiner Kunst ist sein Interesse an dem Wo und Wie sich verschiedene künstlerische Ausdrucksformen finden.

Jesús Gutiérrez verwandelt Literatur, Filme und audiovisuelle Geschichten in Musik. Für jede dieser Disziplinen, für jedes Argument, für die Subtilität der Momente und Stimmungen, kreiert er reiche Atmosphären die uns von Anfang bis Ende mitreiβen.

Und der Tanz. Wie kann man ihn von einer Gitarre trennen? In den letzten Jahren hat der Komponist und Gitarrist mit Choreographen wie Jaime Urciuoli, Michelle Man, und Daphne Mavis Coward gearbeitet. Die Verbindung zwischen Gitarre und Tänzer hat nicht nur ausschlieβlich mit Flamenco zu tun. Durch das Vermeiden von Klischees und Tradition beweist Jesús Gutiérrez in einer reinen Performanz die tiefe Beziehung zwischen Gitarre und zeitgenössischem Tanz.

Seine Musik erklären zu wollen ist nur eine Annäherung an die Wirklichkeit. Worte erfordern Nuancen. Juan Pedro Jimenez, Manusch Jazz Musiker, bemerkte über die Arbeit von Jesús Gutiérrez: "Mehr als zeitgenössisch ist seine Gitarre aufrichtig."

Text von Berta Alonso

Siebzehn Original-Kompositionen die einen persönlichen Weg im Panorama der spanischen zeitgenössischen Gitarre darstellen.

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